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Effektives Lüften von Wohnräumen

Effektives Lüften kann das Risiko von  Schimmelpilzbefall deutlich verringern!
Unten: Extremer Schimmelpilzbefall hinter der Dämmung - liegt bereits Schimmelbefall vor, müssen erst die Ursachen erkannt und der Befall fachgerecht beseitigt werden, sonst hilft auch das beste Lüften nicht!

Schimmelpilze benötigen Feuchtigkeit
Der unsichtbare "Feuchtigkeitsfilm", welcher sich auf kalten Oberflächen durch Abkühlung der Raumluft bildet, reicht aus, damit Schimmelpilze wachsen können. Tapeten oder Dispersionsfarben sorgen für die Nahrungsquelle und ein leicht saurer Untergrund (Gipsuntergründe) für das richtige Milieu >> mehr lesen

Bei Minustemperaturen im Winter sollte die Luftfeuchtigkeit nicht dauerhaft über 45 % r.F. liegen. Liegt Ihre Raumfeuchte höher, haben Sie grundsätzlich drei Möglichkeiten die richtige Feuchte herzustellen:

1. die Lüftungsinterwalle (Luftaustausch) erhöhen,
2. die Raumtemperatur erhöhen oder
3. eine Kombination aus beiden Maßnahmen.

 

Checkliste einer effektiven Lüftung

Schimmelbefall an einer Innenwand
Schimmelpilze unter dem Mikroskop
Schimmelpilze unter dem Mikroskop

1. Schneller Austausch der Raumluft durch Querlüftung bei niedriger Außenlufttemperatur: Um die Feuchtigkeit auszutauschen ist ein Luftwechsel notwendig. Diesen erreichen Sie durch eine Querlüftung, d. h möglichst gegen­überliegende geöffnete Fenster oder Türen.

2. Lüftungsdauer durch Messen der Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Liegt die Lufttemperatur draußen bei 10˚C, so sind in der Regel gut 10 Minuten notwendig, bei 5˚C nur 5-7 Minuten und bei - 5˚C reichen meist 3 Minuten aus um einen Luftaustausch durchzuführen. Ist das Fenster jedoch nur gekippt, wird über eine Stunde benötigt! Mit einem Feuchtemesser (Hygrometer) können Sie die Dauer der Lüftung genau bestimmen.

3. Erwärmen der Raumluft: Wichtig ist, dass nach dem Lüftungsvorgang die Heizung nicht abgestellt wird, denn nur kalte Luft, welche erwärmt wird, kann Feuchtigkeit aufnehmen. Oder exakt ausgedrückt, kühlere Luft enthält weniger Wasserdampf und kann somit bei Erwärmung zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen. Auf diesem Prinzip basiert das "Trockenheizen" von feuchten Wohnräumen.

4. Erneutes Lüften nach 45 Minuten bis zu 1,5 Stunden: Lassen Sie auch nach dem zweiten Lüftvorgang die Heizung an! Die Befürchtung eines erhöhten Energieverlustes ist bei einer Stoßlüftung unberechtigt, da hierbei keine Speicherwärme der Wandoberflächen abgelüftet wird und sich die frische Luft deshalb schnell wieder erwärmt.

5. Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Nach dem zweiten Lüften sollte die Luftfeuchtigkeit erneut kontrolliert werden!

Was Sie in ungedämmten Altbauten vermeiden sollten:

Ungeheizte Räume (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Speise) durch die übrigen geheizten Wohnräume zu erwärmen -
warme feuchte Luft aus Küche und Bad gelangt sonst in ungeheizte Räume und kondensiert durch Abkühlung an den Wänden und Möbeln.

Die Temperatur der Innenseiten von Außenwänden sollte 14°C nicht wesentlich unterschreiten -
Besonders gefährdet sind Möblierungen (Betten, Schränke, Sofas) an Außenwänden!

Größere Wasserdampfmengen,
die beispielsweise beim Kochen oder Duschen entstehen, sollten am besten durch gezieltes Stoß-Lüften der betreffenden Räume sofort nach außen abgeführt werden. Die Türen sollten während dieser Vorgänge möglichst geschlossen bleiben, damit sich der Wasserdampf nicht in der gesamten Wohnung ausbreiten kann.

Ständige Kippstellung von Fenstern in den Wintermonaten ohne Heizung -
Der Luftaustausch ist im Vergleich zur Auskühlung der Wandoberflächen zu gering!

Bodenlange schwere Vorhänge von Wand zu Wand und bis in die Raumecken

Möblierung an den Außenwänden

An kalten Außenwänden Papiertapeten und / oder  Dispersionsfarben

Fotos und Texte:
anbus analytik GmbH
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