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2009 - Internationales Jahr der Haie!

Abseits der Medien, welche bisher das Thema mehr als stiefmütterlich behandeln und dadurch weitgehend vom Gros der Bevölkerung unbeachtet, wurde 2009 zum „Internationalen Jahr der Haie“ erklärt.

Tatsächlich nähern sich die weltweiten Haibestände bereits der absoluten Nullmarke! - Lt. des „Global Shark Assessment“ und den Haischutzorganisationen wurde in der Vergangenheit jährlich die unglaubliche Anzahl von etwa 200 Millionen Haien, das sind über 500.000 Tiere täglich aus menschlicher Geldgier bestialisch getötet!

Und nach einer Nordatlantikstudie der Dalhousie Universität in Halifax sind in den letzten 6 Jahren über 80 Prozent aller Hochseehaie verschwunden – für immer! Haie verfangen sich in grausam todbringenden Treibnetzen. Nur so, einfach zum Spaß, wird auf sie von Schiffen aus geschossen.

Eine andere Art der vielfachen Todesfolter ist das „Finning“. Hauptsächlich japanische Fischer schneiden dabei gefangenen Haien bei lebendigem Leib die Flossen ab und werfen den sich vor Schmerz krümmenden Torso achtlos ins Meer zurück. Lebend wohlgemerkt!

Dass die herrlichen Räuber der See aus der Familie der Knorpelfische jetzt schwimmunfähig absinken und elend verenden, interessiert nicht! Die geringe Vermehrungsrate der Haie, kombiniert mit dem immensen Fangdruck der Fischereiindustrie lässt den Beständen keine Zeit sich zu regenerieren, bzw. auch nur etwas zu verschnaufen. Zurück bleibt ein nicht mehr wieder gut zu machender Einschnitt in das größte Ökosystem der Welt. Mit weitreichenden und dramatischen Folgen für unsere kommenden Generationen. Übrigens: auch die „Schillerlocken“ in den deutschen Fischgeschäften sind Haiprodukte. Sie werden vom Dornhai gewonnen. Aus Gründen des Artenschutzes gehören diese deshalb schon lange aus dem Handel gezogen!

Gunnar Förg

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